Big Banking — Exkursion New York

Vom 5. bis 9. Oktober 2015 bin ich zum zweiten Mal mit Studierenden auf Exkursion gegangen. Anbei der Erfahrungsbericht, dessen Kurzfassung im HSBA Magazin veröffentlicht wurde.

Big Banking


von Britta Scholz

New York ist bekannt für hohe Häuser, kultige Bars, Hot Dogs, gelbe Taxikolonnen – und für seine Bedeutung als internationaler Finanzplatz. 19 HSBAler erlebten ein vollgepacktes Exkursionsprogramm im Big Apple.

Banken gehören zu New York wie der Kiez zu Hamburg. Im Global Financial Centers Index (GFCI) wird der Big Apple aktuell auf Platz Zwei gelistet und zählt damit zu den einflussreichsten Finanzplätzen der Welt. Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die größte Wertpapierbörse der Welt. Sämtliche Dollar-Transaktionen werden über die Federal Reserve Bank abgewickelt und Institute wie die Deutsche Bank, Berenberg Capital Markets und die Commerzbank betreiben Niederlassungen in der Megacity.

Unbegrenzte Möglichkeiten für die 19-köpfige Exkursionsgruppe um Banking-Professor Peter Scholz, die ein ambitioniertes Fünf-Tage-Programm auf die Beine stellte. „In dieser Stadt hat man immer zu wenig Zeit“, bemerkt Scholz, „daher war die Frage eher, was lassen wir weg, und nicht, was können wir unternehmen.“ In ihrer Facebook-Gruppe sammelten die Studierenden Vorschläge, diskutierten und verteilten untereinander die Verantwortlichkeiten.

Facebook als Organisationsplattform hat sich bei dieser Exkursion bewährt. Commerzbank-Student Alexander Käßke sieht vor allem den sozialen Mehrwert: „In der Gruppe waren einige Kommilitonen aus dem Parallel-Track, die man sonst nie sieht. Obwohl wir uns vorher nicht kannten, hat die Abstimmung super funktioniert, jeder hat sich eingebracht und es gab keine ‘Mitläufer’.“

Am Ende der siebenmonatigen Vorbereitungszeit stand ein perfekt abgestimmtes Programm aus Unternehmens- und Universitätsbesuchen sowie Freizeitevents mit Finanzbezug. Scholz betont: „Die Gruppe war hoch motiviert, vor Ort lief alles wie am Schnürchen – großes Lob an die Studierenden!“

Larissa Wirtz war beeindruckt von den Unternehmensbesuchen. „Für die New-York-Exkursion habe ich mich beworben, weil ich andere Teile der Welt sehen wollte“, erklärt die Haspa-Studentin. „In Unternehmen reinzuschnuppern, die man sonst nie von innen sehen würde, war sehr spannend.“ Besonders angetan hat es ihr die Commerzbank – kein Wunder bei einer Bürolage in unmittelbarer Nähe des One World Trade Centers und mit Rundumblick über die Stadt. BMW i ventures, die Federal Reserve Bank, Morgan Stanley und die UN öffneten ebenfalls ihre Pforten für die Hamburger. Und an der St. John’s University trafen sie ein bekanntes Gesicht. Die ehemalige HSBA-Professorin Annette Hofmann lehrt und forscht dort seit Juli 2015 im Bereich Risk Management and Insurance.

„Mein persönliches Highlight war die Veranstaltung mit Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller im Museum of American Finance“, erinnert sich Scholz. „Und als ehemaliger Händler natürlich die NYSE.“ Die konnte die Gruppe leider nur von außen bei einer Wall Street Tour bestaunen, da Führungen übers Parkett meist ein Jahr im Voraus ausgebucht sind.

Vielleicht hat seine nächste Exkursionsgruppe mehr Glück mit der Börse. Im Oktober geht es nach London – zur aktuellen Nummer Eins im GFCI.